„Das wird wieder eine tolle Mittagspause!“
Heute steht statt Krafttraining eine Fahrt ins Nachbardorf an, um Lebensmittel einzukaufen.
Mit dem Fahrrad.
Auto fahre ich nämlich nicht.
Das ist eine lange Geschichte, an deren Ende die Tatsache steht, dass ich in einem Dorf ohne öffentliche Verkehrsmittel lebe und lediglich per Fahrrad unterwegs bin.
Mit Elektromotor für die schweißtreibenden Tage oder bei drohender Verspätung.
Auch meine Fahrzeug-Situation ist klima- und umwelttechnisch vielschichtig.
Wenn ich nämlich doch mit dem Auto irgendwohin muss, lasse ich mich madamemäßig fahren.
Im Notfall müsste ich Nachbarn oder ein Taxi rufen.
Und die meisten Online-Bestellungen bekomme ich am nächsten Tag von fleißigen Paket-Lieferdiensten in ihren großen Fahrzeugen geliefert.
Um den Fahrrad-Akku gar nicht zu vergessen; dieser muss natürlich regelmäßig (mit Solarstrom) geladen werden.
So weit, so schlecht.
Andererseits kann ich auf dem Fahrrad ganz einfach ganz viel Lebensfreude einholen, meine Natursehnsucht und meinen Bewegungsdrang erfüllen und meine täglichen Sportbemühungen ab und an wunderbar ergänzen.
Fahrradfahren gibt mir außerdem ein Autonomiegefühl, dass ich schon seit meiner Kindheit kenne: So hatte ich schon damals Orte erreichen und Abenteuer erleben können, auf die ich sonst hätte verzichten müssen.
Nostalgie hilft nur als hilfreiche Begleiterscheinung gegen den Klimawandel, das ist klar, und in diesem Falle überlasse ich mich meinen schönen Erinnerungen gern, um die Bewegungs-Autonomie noch mehr zu genießen.